1977

Skulptur Ausstellung in Münster 1977

03. Juli – 13. November 1977


Im Jahr 1973 empörte sich die Münsteraner Bevölkerung über die Aufstellung der kinetischen Skulptur Drei rotierende Quadrate von George Rickey an der Engelenschanze. Der öffentliche Streit gab den Anlass zur Idee Klaus Bußmanns, mit einer Ausstellung eine neue Basis für den offenen Umgang mit dem Medium Skulptur zu schaffen. Gemeinsam mit Kasper König entwickelte er dazu das Konzept einer dreiteiligen Ausstellung, die 1977 eröffnete. Während in einer historischen Übersichtsausstellung im Westfälischen Landesmuseum die Geschichte und Entwicklung der modernen Skulptur, beginnend bei Auguste Rodin, nachgezeichnet wurde, versammelte der Teil „Autonome Skulptur“  ausgewählte Werke von zehn zeitgenössischen Künstlern im Münsteraner Schlossgarten. Diese beiden museal geprägten Ausstellungssektionen wurden durch den sogenannten „Projektbereich“ ergänzt, der von Kasper König kuratiert wurde. Königs Einladung folgten neun – vornehmlich aus den USA stammende – Gegenwartskünstler, die ihre Arbeiten im Dialog mit den örtlichen Begebenheiten im Stadtgebiet von Münster realisierten. Damit wurde die Auseinandersetzung zwischen Betrachter_innen und Skulptur vom musealen auf den öffentlichen Raum ausgeweitet und ein Schritt zur Neuverortung von zeitgenössischer Skulptur im Außenraum gemacht.

Klaus Bußmann (Ausstellungsleitung)
Kasper König (Projektbereich)
Norbert Nobis (Ausstellungsassistent)
Brigitte Kühn (Sekretariat)
Petra Haufschild (Sekretariat)