Pae White

Installationsansicht 2007 © Pae White / Courtesy the artist und neugerriemschneider, Berlin. Foto: Roman Mensing / artdoc.de

Installationsansicht 2007 © Pae White / Courtesy the artist und neugerriemschneider, Berlin. Foto: Roman Mensing / artdoc.de

my-fi

2007

mehrteilige Arbeit an verschiedenen Standorten: Musikinstallation mit drei Glockenspielen in der Altstadt, Marzipanobjekte in Form von Tacos, drei Miniaturtrucks aus Marzipan, Aufstellung von drei Glocken aus Halbporzellan (Höhe der Glocken: 100 cm, mit Glockenständer ca. 580 cm)

 

Standort

Alter Steinweg 3
Rothenburg 13
Stadthausturm, Prinzipalmarkt 15
Botanischer Garten
Café Kleimann, Prinzipalmarkt 48

Aufführung der Glockenspiele, Aufstellung der Glocken und Auslegung der Kleinobjekte für den Zeitraum der skulptur projekte münster07

 

Pae White

* 1963 in Pasadena, Kalifornien, USA

lebt und arbeitet in Los Angeles, Kalifornien, USA

 

2007 brachte Pae White ein Stück ihrer Heimat Kalifornien nach Münster. Sie ließ anstatt der gewöhnlich erklingenden volkstümlichen Melodien für die Zeit der Skulptur Projekte andere Lieder auf den drei Glockenspielen in der Altstadt spielen. Zu hören waren Tonfolgen, welche Pae White an eine Zeit des Verliebtseins erinnerten. Als Erweiterung des Projektvorschlages ließ sie zusätzlich drei Glocken anfertigen, die den Abdruck einer Umarmung zeigten und im Botanischen Garten aufgestellt wurden. Am Prinzipalmarkt präsentierte die Künstlerin des Weiteren im Schaufenster des Café Kleimann aus Marzipan angefertigte Tacos und Miniatur-Taco-Trucks auf typisch kalifornischen Papptellern in traditionellen Konditoreischachteln.

Die ungewöhnlichen Marzipankreationen, die Bezug auf die Fast-Food-Kultur ihrer Heimat Kalifornien nahmen, wirkten wie Fremdkörper zwischen dem traditionellen Gebäck und den westfälischen Torten. Auch das neue Liedrepertoire der Glockenspiele in der Altstadt irritierte die Passant_innen. Weder für Marzipan noch für die Glockenspiele ist Münster überregional bekannt, für die Künstlerin jedoch bestimmten sie das Bild, das sie von der Stadt hatte.1 Die Münsteraner_innen konnten so etwas Fremdes im Vertrauten entdecken, während Pae White das ihr Vertraute an einem anderen Ort implementierte.

 

Ronja Primke

 

1Anna Sophia Schultz, „Pae White“. In: Brigitte Franzen, Kasper König und Carina Plath (Hg.), skulptur projekte münster 07, Ausst.-Kat.: LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster, Köln 2007, 287.

 

Standort

Installationsansicht 2007 © Pae White / Courtesy the artist und neugerriemschneider, Berlin. Foto: Roman Mensing / artdoc.de

Pae White
my-fi

my-fi

Installationsansicht 2007 © Pae White / Courtesy the artist und neugerriemschneider, Berlin. Foto: Roman Mensing / artdoc.de

Pae White
my-fi

None

  • Noch vorhanden / Öffentliche Sammlung
  • Nicht mehr vorhanden
  • Im Museum